22.05.2019 - 22:36 Uhr

Rheinische Post: Kommentar: Investition in Zukunft

Düsseldorf - Der Unmut der freien Träger ist verständlich. Zu lange schon krebsen die Kitas am finanziellen und personellen Limit. Entsprechend groß waren die Erwartungen an die Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) in NRW. Jetzt, da der Gesetzentwurf vorliegt, wird deutlich: ...

Düsseldorf - Der Unmut der freien Träger ist verständlich. Zu lange schon krebsen die Kitas am finanziellen und personellen Limit. Entsprechend groß waren die Erwartungen an die Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) in NRW. Jetzt, da der Gesetzentwurf vorliegt, wird deutlich: Es fließt zwar eine Menge mehr Geld in die frühkindliche Bildung. Doch der Rückstand ist so groß, dass selbst jährlich 1,3 Milliarden Euro zusätzlich nicht ausreichen. Diese Summe wird bei vielen Trägern schon durch die gestiegenen Personal- und Sachkosten aufgezehrt. Für weitere Verbesserungen bleibt nicht mehr viel übrig. Die aber wären dringend notwendig. Noch immer gleichen Kitas mancherorts bloßen Verwahranstalten, weil es zu wenig Personal gibt und der Krankenstand hoch ist. Knapp sieben Milliarden Euro gibt das Land jedes Jahr für die frühkindliche Bildung aus. Das klingt viel, entspricht aber nur rund einem Zehntel des Landeshaushalts. Wenn die Aussage ernst gemeint ist, dass Kinder unsere Zukunft sind, muss sich das auch in den Ausgaben für Kitas widerspiegeln. Auch rein ökonomisch gedacht, zahlen sich diese Investitionen aus.

www.rp-online.de

OTS: Rheinische Post newsroom: http://www.presseportal.de/nr/30621 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_30621.rss2

Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2627