06.04.2021 - 21:22 Uhr

?rgerliche Verz?gerung - Kommentar von Joachim Fahrun

Berlin - Nein, eine verz?gerte Lieferung von 80.000 Impfdosen von Biontech ist sicher keine Katastrophe. Aber ein weiter herber R?ckschlag f?r die Impfkampagne ist es schon, wenn in der Hauptstadt die beiden gr??ten Impfzentren vor?bergehend schlie?en m?ssen. Besonders ?rgerlich ist der Vorfall dennoch. Denn ...

Berlin - Nein, eine verz?gerte Lieferung von 80.000 Impfdosen von Biontech ist sicher keine Katastrophe. Aber ein weiter herber R?ckschlag f?r die Impfkampagne ist es schon, wenn in der Hauptstadt die beiden gr??ten Impfzentren vor?bergehend schlie?en m?ssen.

Besonders ?rgerlich ist der Vorfall dennoch. Denn er zeigt, woran die Corona-Politik generell und die Impfkampagne insbesondere krankt: Es sind das klassische deutsche Beh?rden-Pingpong und gegenseitige Schuldzuweisungen der politischen Lager.

Die SPD-gef?hrte Berliner Senatsverwaltung sagt, der Bund sei f?r die Transporte zum Zentrallager in Berlin zust?ndig. Auf diesem Weg habe es "mutma?liche technische Schwierigkeiten" gegeben.

Das CDU-gef?hrte Bundesgesundheitsministerium schiebt Berlin die Schuld zu. Die Lieferung sei zun?chst erst f?r Mittwoch avisiert gewesen und habe nach Bitten des Landes schon auf den Nachmittag des Vortages vorgezogen werden k?nnen. Dass es technische Probleme mit der Ladung gegeben habe, sagte das Haus von Minister Jens Spahn trotz mehrfacher Nachfrage nicht. Das r?umte dann erst die Firma Biontech ein.

Da bleibt nur ein Schluss: Eines der beiden Ministerien sagt die Unwahrheit beziehungsweise verschleiert den wahren Sachverhalt. Nicht so wild, k?nnte man sagen. Der Lastwagen ist ja angekommen, es kann weitergehen mit dem Impfen und die 1500 verschobenen Termine bekommt man auch noch unter in den immer noch nicht ausgelasteten Berliner Impfzentren.

Aber dass sich Medien und B?rger nicht auf Aussagen deutscher Ministerien zum wichtigsten Thema der Gegenwart - dem Impfen gegen Corona - verlassen k?nnen, ist skandal?s. Das notwendige Vertrauen der Menschen in den Staat wird in der Corona-Krise so ein weiteres Mal arg strapaziert.

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