15.10.2020 - 14:11 Uhr

Regisseur Uwe Boll kündigt Comeback an

Der kontrovers diskutierte deutsche Filmregisseur und Drehbuchautor Uwe Boll hat sein Comeback angekündigt.

Boll sagte der Tageszeitung "Die Welt" für ihre am Freitag erscheinende Ausgabe, drei Jahre, nachdem er sich aus dem aktiven Filmgeschäft zurückgezogen habe, wolle er wieder einen neuen Film drehen. Er erklärte sein Comeback mit den Worten: "Ich bin Filmemacher. Ich kann nicht anders".

Der neue Film werde den Titel "Deutschland im Winter" tragen. Es werde sich um eine düstere Zukunftsvision von einem Deutschland handeln, in dem die Faschisten erneut die Macht ergreifen. Boll kündigte in der "Welt" an, es werde "ein radikaler Film" werden, in dem es keine Guten mehr gebe. Zurzeit befinde er sich in Gesprächen mit mehreren Fernsehsendern und auch mit Streamingdiensten, die daran interessiert seien, sein Projekt zu verwirklichen. Ein Datum für die Ausstrahlung stehe aber noch nicht fest, fügte der Regisseur hinzu.

Tief besorgt zeigte sich der 55 Jahre alte Boll angesichts der aktuellen politischen Lage in Deutschland und in ganz Europa. Wenn man den Klimawandel nicht in den Griff bekomme, dann werde man auch die Migration nicht in den Griff kriegen, und ohne Kontrolle über die Migration sei es denkbar, dass "in Europa die Faschisten regieren, noch bevor uns der Klimawandel umbringt", machte Boll deutlich. "Wir schlittern da gerade in eine Katastrophe rein", warnte er, und niemand scheine das wirklich zu bemerken.

Die letzten sieben Jahre hat der Regisseur, der aus dem nordrhein-westfälischen Wermelskirchen stammt, im kanadischen Vancouver verbracht, nun aber kehrt er nach Deutschland zurück, um hier an der Verwirklichung neuer Filmprojekte zu arbeiten. Einen Namen machte sich Boll hauptsächlich durch Realverfilmungen von bekannten Computerspielen wie etwa "House Of The Dead", "Bloodrayne" oder "Alone In The Dark", aber auch zum Beispiel durch die Biografie "Max Schmeling – eine deutsche Legende". Allerdings wurden diese Filme nicht nur von Kritikern, sondern auch vom breiten Publikum fast durchweg negativ beurteilt.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, A-1010413