28.04.2021 - 15:42 Uhr

Raubkunst: Steht Deutschland zu seinen Verpflichtungen? / J?discher Weltkongress fordert Bekenntnis von Staatsministerin Gr?tters

New York - Der J?dische Weltkongress zeigt sich h?chst besorgt ?ber eine - hoffentlich nicht mehrheitliche - Argumentationslinie gegen die Restitution des von Nazis geraubten Werkes "Die F?chse" (1913, Franz Marc), dessen R?ckgabe an die Erben des rechtm??igen Besitzers Kurt Grawi am 26. M?rz ...

New York - Der J?dische Weltkongress zeigt sich h?chst besorgt ?ber eine - hoffentlich nicht mehrheitliche - Argumentationslinie gegen die Restitution des von Nazis geraubten Werkes "Die F?chse" (1913, Franz Marc), dessen R?ckgabe an die Erben des rechtm??igen Besitzers Kurt Grawi am 26. M?rz 2021 durch die Beratende Kommission im Zusammenhang mit der R?ckgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturg?ter, insbesondere aus j?dischem Besitz ("Limbach-Kommission") empfohlen wurde.

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich zur Einhaltung der Washingtoner Erkl?rung bekannt und konsistent daran gearbeitet, die Umsetzung dieser Prinzipien in der Praxis zu verbessern. Auf dieser Basis hat Deutschland die Gemeinsame Erkl?rung implementiert und viele Male die Verpflichtung aller ?ffentlichen Institutionen in Deutschland auf der Bundes-, Landes- und kommunalen Ebene unterstrichen, diesen Prinzipien zu folgen.

Dies beinhaltet auch, die Arbeit und die Beschl?sse der Beratenden Kommission zu akzeptieren . Jeder Versuch, diesen Weg als unrechtm??ig darzustellen ist in h?chstem Ma?e respektlos gegen?ber denjenigen deutschen Institutionen, die hart an der Erf?llung dieser gewichtigen und legitimen internationalen Verpflichtung arbeiten.

Der J?dische Weltkongress bef?rchtet, dass die Verfolgung einer Au?enseitermeinung alle Bem?hungen der letzten Jahre gef?hrdet.

Falls die Stadt D?sseldorf einseitig entscheidet, im Falle des Werkes "Die F?chse" nicht den Empfehlungen der Beratenden Kommission zu folgen, w?rde dies ein gleicherma?en schwerewiegendes und negatives Signal zu einer Zeit senden, in der sich Juden in Deutschland ?ber eine Zunahme des Antisemitismus sorgen.

Der Pr?sident des J?dischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder unterstreicht hierzu:

"Wir m?ssen in der Lage sein, Deutschland vollst?ndig zu vertrauen, dass es als Teil seines Kampfes gegen Antisemitismus auch zu seinen Verpflichtungen steht, Nazi-Raubkunst zur?ckzugeben."

Wir fordern Staatsministerin Monika Gr?tters auf, Deutschlands Verpflichtung auf die Washingtoner Erkl?rung und die Einhaltung ihrer Prinzipien erneut ?ffentlich deutlich zu machen.

Pressekontakt:

Andreas Scheuermann Leadership Communications mailto:wjc@leadership-communications.eu +49 611 166 1424

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/137488/4901624 World Jewish Congress (WJC)