16.03.2021 - 18:15 Uhr

Börsenlexikon: 10 wichtige Begriffe kurz erklärt

Befasst man sich mit dem Aktienmarkt, so wird man wohl auf den einen oder anderen Begriff stoßen, mit dem man nichts anfangen kann. Um Missverständnisse auszuschließen, die letztlich sogar für Verluste sorgen könnten, mag es ratsam sein, sich mit den gängigsten Börsenbegriffen auseinanderzusetzen.

 
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Aktie

Kauft man eine Aktie über einen Broker in Österreich oder Deutschland, so wird man automatisch zum Miteigentümer der Aktiengesellschaft. Mit der Miteigentümerschaft partizipiert man aber nicht nur am Unternehmenserfolg, sondern natürlich auch am Misserfolg. Das Partizipieren erfolgt über die Wertentwicklung der erworbenen Aktien sowie auch über die Dividenden - das sind die Gewinnausschüttungen. Mit Stammaktien sichert man sich als Aktionär zudem das Stimmrecht auf den regelmäßig stattfindenden Hauptversammlungen.

Aktienindex

Der Aktienindex spiegelt die Aktienentwicklungen vieler Aktiengesellschaften wider. Ein Index mag sozusagen der Stimmungsbarometer der Börse sein. Unterschieden wird hier zwischen Performance- und Kurs-Indizes. Bei einem Performance-Index fließen in den Indexstand auch die Dividenden ein - bei Kursindizes sind es letztlich nur die Kursänderungen. Der DAX, der deutsche Aktienindex, setzt sich hier aus den 30 größten Aktiengesellschaften Deutschlands zusammen und ist der prominenteste Performance-Index der Bundesrepublik.

Bewertung

Der Kurs gibt keine Auskunft darüber, ob die Aktie teuer oder günstig ist. In diesem Zusammenhang kommt die Kennzahl zum Einsatz - entweder Umsatz je Aktie oder Gewinn je Aktie. Mit dem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) oder Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) wird sodann bewertet, ob es sich um eine günstige oder teure Aktie handelt.

Blue Chip

Ein aus den USA stammender Begriff, der auf die "blauen Jetons" im Casino zurückzuführen ist. Dabei handelt es sich um Jetons mit dem höchsten Wert. Das heißt, an der Börse sind Blue Chips wertvolle Aktiengesellschaften, die sehr gefragte Papiere haben und eine hohe Börsenkapitalisierung. An der deutschen Börse sind etwa SAP, Daimler wie Siemens Blue Chips.

Broker

Der Broker, der Wertpapiermakler, wickelt die Kauf- wie auch Verkaufsaufträge ab. Der Broker wird über die Vermittlungsgebühr - fachmännisch: Courtage - bezahlt.

Exchange Traded Fund - ETF

 
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Bei einem ETF handelt es sich um einen Fonds - jedoch ist das keine Fondsgesellschaft, sondern ein Fonds, der direkt an der Börse gehandelt wird. Das Portfolio ist derart zusammengesetzt, dass es zu einer Nachbildung der Wertentwicklung eines Index kommt. Das heißt, mit einem ETF kann man etwa den DAX oder auch den S&P 500 nachbilden. Es gibt auch Immobilien-, Rohstoff- sowie Anleihenindizes. In der Regel sind die Verwaltungsgebühren der ETFs auch deutlich günstiger als jene eines klassischen Fonds, da hier kein im Hintergrund aktiver Fondsmanager beschäftigt ist.

Korrelation

Bei dieser statischen Kennziffer handelt es sich um das Maß für den Gleichlauf von zwei Wertpapieren. Die Korrelation liegt zwischen -1 und +1. Bei -1 bewegen sich die beiden Kurse im entgegen gesetzten Verhältnis - bei +1 im gleichen Verhältnis. Bei 0 gibt es keinen erkennbaren Zusammenhang.

Marktkapitalisierung

Wird die Zahl der ausstehenden Aktien des Unternehmens mit dem Kurs multipliziert, so entsteht die Marktkapitalisierung - das ist sogleich der Börsenwert. Eine Kennzahl, die zeigt, wie groß das Unternehmen ist - und am Ende auch oft das Kriterium ist, ob eine Aufnahme in einen Index erfolgt.

Stop Loss

Mit einem sogenannten Stop Loss-Auftrag kann man als Anleger das Portfolio gegen zu hohe Kursrücksetzer absichern. Denn mit diesem Begriff wird ein Verkaufsauftrag für das Wertpapier erteilt, wenn der Aktienkurs ein bestimmtes Niveau unterschritten hat. Das heißt, der Anleger definiert im Vorfeld den maximalen Verlust.

Volatilität

Bei der Volatilität mag es sich um ein Maß handeln, wie stark der Wertpapierkurs schwankt. Aus mathematischer Sicht mag es sich um die Standardabweichung der Wertpapierrenditen handeln - im Bereich der Finanzbranche ist die Volatilität letztlich das Risikomaß. Das heißt, je höher die Volatilität ist, desto riskanter mag das Investieren sein. Jedoch ist ein höheres Risiko zugleich der Hinweis, dass höhere Gewinne möglich sind.