Lexikon

Financial Engineering (so auch im Deutschen gesagt)

Ein Vorgang, bei dem mehrere Finanzprodukte so ausgewählt und aneinander gekoppelt werden, dass sie den ganz besonderen Anliegen und Zielen eines Anlegers bzw

Ein Vorgang, bei dem mehrere Finanzprodukte so ausgewählt und aneinander gekoppelt werden, dass sie den ganz besonderen Anliegen und Zielen eines Anlegers bzw. auch eines Darlehn suchenden Unternehmens entsprechen. Als Lehre die systematische Darstellung der Möglichkeiten und Auswirkungen des Zusammenspiels mehrerer Finanzprodukte. In diesem Sinne als eigener Wissenschaftszweig seit etwa 1980 aufgekommen, haben sich die bezüglichen Erörterungen stark mathematisiert; gleichzeitig damit koppelte sich die Theorie immer mehr von der Realität (vor allem: juristische Gegebenheiten im jeweiligen Staat; global und heimatstaatlich geltende steuerliche Gesichtspunkte; aufsichtsrechtliche Beschränkungen; volkswirtschaftliche Grunddaten in dem jeweiligen Anlageland) ab und entfernte sich zunehmend von der klassischen Finanzanalyse. Siehe Behavioural Finance, Finanztheorie, Portfolio-Optimierung.

© Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen

Buchstabe F


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