Lexikon

Altersquotient auch Alterslastquote (aging quotient)

Das Verhältnis zwischen Bürgern im Alter von 65 Jahren und älter zu Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahren)

Das Verhältnis zwischen Bürgern im Alter von 65 Jahren und älter zu Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahren). In Euroland wird sich das Verhältnis von derzeit (Jahr 2008) etwa 25 Prozent auf über 50 Prozent im Jahr 2050 verändern. Damit zeichnet sich eine dramatische Steigerung der Belastungen der aktiven Erwerbsbevölkerung zur Versorgung der Rentner ab. Dies könnte sich (wegen des darin enthaltenden sozialpolitischen Konfliktpotentials) ungünstig auf den Wert des EUR auswirken. -Weil in den USA bei weitem günstigere Verhältnisse herrschen (dort wird die Bevölkerung bis zum Jahr 2050 um 130 Millionen Menschen wachsen), tätigen viele Anleger sehr langfristige Engagements bereits jetzt in USD; immer mehr auch in INR. -Die Gefahr ist hoch, dass alterungsbedingte Mehrausgaben die Politik über kurz oder lang zu Steuererhöhungen veranlassen, was wiederum eine Inflation (cost-push- Inflation) bewirken kann. Siehe Alterung, Alterungs-Effekt, Currency-Swing, Demographieverfestigung, Entsparen, Kapitalflucht, Nachhaltigkeit, Risikoaversion, Steuerquote, Überalterung. Vgl. Jahresbericht 2004 der EZB, S. 58 ff. (hier auch Prognosen bis 2050), Monatsbericht der EZB vom Oktober 2006, S. 51 ff. (Projektion bis 2050, unterteilt auch nach einzelnen Ländern; S. 52: Vergleich Euro-Währungsbiet zu USA).

© Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen

Buchstabe A


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