Mitteldeutsche Zeitung: Streit um neue Gewerbegebiete Bauern und Umweltschützer kritisieren Flächenfraß

am 10.07.2012 Halle (ots) - Umweltschützer, Grüne und Bauernverband kritisieren den Verlust von wertvollem Ackerland durch neue Gewerbe- und Industriegebiete in Sachsen-Anhalt. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstag-Ausgabe). "Das Land fördert weiter die Erschließung neuer Areale, obwohl bereits ...

Halle (ots) - Umweltschützer, Grüne und Bauernverband kritisieren den Verlust von wertvollem Ackerland durch neue Gewerbe- und Industriegebiete in Sachsen-Anhalt. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstag-Ausgabe). "Das Land fördert weiter die Erschließung neuer Areale, obwohl bereits zahlreiche Gewerbegebiete leerstehen", sagte Oliver Wendenkampf, Geschäftsführer der Umweltschutzorganisation BUND in Sachsen-Anhalt. Zwar gebe es noch Bedarf an sehr großen Flächen für Investoren. "Kleinere Gewerbegebiete sollten aber nicht mehr gefördert werden." Nach Angaben der Landtagsfraktion der Grünen sind in Sachsen-Anhalt allein 28 größere Industrieareale ausgewiesen. Im Jahr 2010 seien dort noch 1 200 Hektar frei gewesen. "Durch neue Gewerbe-Areale wird ohne Not landwirtschaftliche Fläche vernichtet", sagte Christoph Erdmenger, wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen. Kritik an dem Flächenfraß kommt auch vom Bauernverband. "Jedes Jahr gehen in Sachsen-Anhalt Hunderte Hektar Ackerboden verloren, weil Gewerbegebiete oder Ausgleichsflächen, etwa für Straßen, entstehen", erklärte Hauptgeschäftsführer Fritz Schumann.

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