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Linke kritisiert Modeschau am Ort der NS-Bücherverbrennung: Berlins Ex-Kultursenator Thomas Flierl (Linke) hat die Durchführung der Berliner Fashion Week (7. bis 9. Juli) am Ort der Bücherverbrennung während des NS-Regimes scharf kritisiert. Der Bebelplatz sollte von allen kommerziellen Nutzungen freigehalten werden, sagte Flierl am Montag in Berlin. Das gelte insbesondere, wenn das Denkmal von Micha Ullman zur Erinnerung an die Bücherverbrennung in seiner Wirkung und allgemeinen Zugänglichkeit beeinträchtigt werde.
Linke kritisiert Modeschau am Ort der NS-Bücherverbrennung
Montag, 05.07.2010 | 15:05 Uhr Berlins Ex-Kultursenator Thomas Flierl (Linke) hat die Durchführung der Berliner Fashion Week (7. bis 9. Juli) am Ort der Bücherverbrennung während des NS-Regimes scharf kritisiert. Der Bebelplatz sollte von allen kommerziellen Nutzungen freigehalten werden, sagte Flierl am Montag in Berlin. Das gelte insbesondere, wenn das Denkmal von Micha Ullman zur Erinnerung an die Bücherverbrennung in seiner Wirkung und allgemeinen Zugänglichkeit beeinträchtigt werde.
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Linke kritisiert Modeschau am Ort der NS-Bücherverbrennung: Berlins Ex-Kultursenator Thomas Flierl (Linke) hat die Durchführung der Berliner Fashion Week (7. bis 9. Juli) am Ort der Bücherverbrennung während des NS-Regimes scharf kritisiert. Der Bebelplatz sollte von allen kommerziellen Nutzungen freigehalten werden, sagte Flierl am Montag in Berlin. Das gelte insbesondere, wenn das Denkmal von Micha Ullman zur Erinnerung an die Bücherverbrennung in seiner Wirkung und allgemeinen Zugänglichkeit beeinträchtigt werde.
Der Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses hatte sich im Mai parteiübergreifend darauf geeinigt, dass der Bebelplatz als «sensibler historischer Ort» kein geeigneter Standort für die Messe darstellt. Hintergrund ist das 1995 dort geschaffene Denkmal des israelischen Künstlers Ullman zur Erinnerung an die Bücherverbrennung der Nazis. Sie hatten auf dem Platz am 10. Mai 1933 Werke linker und demokratisch gesinnter Schriftsteller vernichtet, darunter von zahlreichen jüdischen Autoren.
Die Modemesse soll nach der Veranstaltung im Juli noch einmal Anfang 2011 stattfinden. Als Grund wurde angeführt, dass kein Alternativstandort gefunden worden sei. Flierl forderte in diesem Zusammenhang die verbindliche Bekanntgabe eines alternativen Veranstaltungsortes.
Mit den Auf- und Abbauten des «ebenso exklusiven wie banalen Partyzeltes» summierten sich die drei Tage Modenschau «auf drei Wochen Geschichtslosigkeit» in der Mitte der Stadt, bemängelte der Kulturexperte.
ddp/mio/ple
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