Politik

Kunststudenten droht Pfändung wegen Gebührenboykott

am 29.06.2010 Mehr als 50 Studenten der Hamburger Hochschule für bildende Künste (HfbK Hamburg) steht wegen eines Gebührenboykotts die Pfändung ihres Eigentums bevor. Bereits zum vergangenen Freitag hätten die zuständigen Landeskassen bei den ersten von ihnen die Sperrung der Bankkonten veranlasst, sagte ein Sprecher des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA). Vollstreckungsbeamte hätten in den vergangenen 14 Tagen wiederholt Studenten in ihren Wohnungen aufgesucht, um ausstehende Studiengebühren einzutreiben, hieß es.

Auslöser für die eingeleiteten Vollstreckungsverfahren ist ein seit 2007 an der HfbK Hamburg laufender Boykott der Allgemeinen Studiengebühren, an dem nach AStA-Angaben mehr als ein Drittel der Studenten teilnimmt. Zu Beginn des Boykotts habe die Beteiligung daran bei rund 80 Prozent gelegen. Eine Sprecherin der Universität wertete diese Zahlen jedoch als zu hoch gegriffen. Genaue Zahlen lägen aber noch nicht vor.

Die schwarz-grüne Hamburger Landesregierung senkte zum Wintersemester 2008/2009 die Studiengebühren von 500 auf 375 Euro. Zudem haben die Hamburger Studenten die Möglichkeit, die Studiengebühren zinslos bis zu ihrem Berufseintritt zu stunden. Der Boykott werde trotzdem fortgesetzt, sagte der AStA-Sprecher.

ddp/cjt/jgu





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