01.06.2012 - 08:01 Uhr

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

+++++ TAGESTHEMA +++++ Der US-Arbeitsmarkt dürfte seine langsame Erholung im Mai fortgesetzt haben

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa === +++++ SPRUCH +++++ "Wer nicht kann, was er will, muss wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht" (Leonardo da Vinci) +++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++ MONTAG: In London bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Spring Bank Holiday" geschlossen. +++++ TAGESTHEMA +++++ Der US-Arbeitsmarkt dürfte seine langsame Erholung im Mai fortgesetzt haben. Darin sind sich alle von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte einig. Im Mittel gehen sie davon aus, dass die Unternehmen außerhalb der Landwirtschaft in den vergangenen vier Wochen 155.000 zusätzliche Jobs geschaffen haben. Das reichte nicht aus, um die Arbeitslosenquote zu senken. Die Analysten gehen davon aus, dass sie bei 8,1 Prozent stehenbleiben wird. Im April waren 133.000 Stellen hinzugekommen. Die Erwartungen haben am Donnerstag einen Dämpfer erhalten. Die separat erhobenen Arbeitsmarktdaten des Datendienstleisters ADP waren schlechter als vorausgesagt ausgefallen. Auch die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen unerwartet an, nachdem hier ein unveränderten Stand erwartet worden war. Helaba-Volkswirt Ralf Umlauf erwartet wegen der schwächeren Vorausdaten, dass der offizielle US-Arbeitsmarktbericht "eine nur leichte Beschleunigung des Stellenaufbaus melden kann". +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++ 10:00 DE/Deutsche Börse AG, Investor Day, Frankfurt Im Tagesverlauf: - US/Kfz-Absatz Mai DIVIDENDENABSCHLAG Deutsche Bank 0,75 EUR United Internet 0,30 EUR Amadeus Fire 2,84 EUR H + R 0,60 EUR LPKF Laser 0,40 EUR Integrata 0,40 EUR UMS 0,50 EUR Bremer Lagerhaus 0,40 EUR 3U Holding 0,03 EUR +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++ -IT 09:45 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Mai PROGNOSE: 43,4 zuvor: 43,8

-FR 09:50 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Mai (2. Veröffentlichung) PROGNOSE: 44,4 1. Veröff.: 44,4 zuvor: 46,9

-DE 09:55 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Mai (2. Veröffentlichung) PROGNOSE: 45,0 1. Veröff.: 45,0 zuvor: 46,2

-EU 10:00 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Eurozone Mai (2. Veröffentlichung) PROGNOSE: 45,0 1. Veröff.: 45,0 zuvor: 45,9

11:00 Eurostat, Arbeitsmarktdaten April Eurozone Arbeitslosenquote PROGNOSE: 11,0% zuvor: 10,9%

-GB 10:30 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Mai PROGNOSE: 49,9 zuvor: 50,5

-US 14:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen April Persönliche Ausgaben PROGNOSE: +0,3% gg Vm zuvor: +0,3% gg Vm Persönliche Einkommen PROGNOSE: +0,3% gg Vm zuvor: +0,4% gg Vm

14:30 Arbeitsmarktdaten Mai Beschäftigung ex Agrar PROGNOSE: +155,000 gg Vm zuvor: +115,000 gg Vm Arbeitslosenquote PROGNOSE: 8,1% zuvor: 8,1% durchschnittliche Stundenlöhne PROGNOSE: +0,05 auf 23,43 USD zuvor: +0,01 auf 23,38 USD

16:00 Bauausgaben April PROGNOSE: +0,3% gg Vm zuvor: +0,1% gg Vm
16:00 ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Mai PROGNOSE: 53,9 zuvor: 54,8

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++ Keine relevanten Auktionen angekündigt.

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX zuletzt +/- % DAX 6.264,38 -0,26% DAX-Future 6.269,50 -0,22% XDAX 6.268,59 -0,22% MDAX 10.147,82 -0,60% TecDAX 751,01 -0,01% Euro-Stoxx-50 2.118,94 +0,13% Stoxx-50 2.257,18 -0,03% Dow-Jones 12.393,45 -0,21% S&P-500-Index 1.310,33 -0,23% Nasdaq-Comp. 2.827,34 -0,35% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 145,92% +45

+++++ FINANZMÄRKTE +++++ EUROPA Die 20-Punkte-Erholung des Euro-Stoxx-50 in der letzten halben Handelsstunde am Donnerstag dürfte zum Auftakt am Freitag bereits wieder Makulatur sein. "Das Dementi des IWF zu Plänen für Hilfen für Spanien nimmt den Wind aus den Segeln", sagt ein Händler. Dem stünden jedoch Hoffnungen auf Zinssenkungen in China nach schwachen Einkaufsmanager-Indizes gegenüber, die in China die Börsen stützen. "Unterm Strich neutralisieren sich die Vorgaben, aber über den Wochenausklang entscheiden ohnehin die Arbeitsmarktdaten aus den USA", sagt der Händler. Nach dem ADP-Bericht und den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die am Donnerstag enttäuscht hätten, seien die Erwartungen an die "Payrolls" niedriger. "Jede Enttäuschung dürfte die Spekulationen um geldpolitische Lockerungen durch die Fed wieder anfachen", prognostiziert Kintai Cheung vom Crédit Agricole. In diesem Fall könnten Aktien zumindest kurzfristig Rückenwind bekommen und der Dollar nachgeben. Bei Bundesanleihen und US-Treasuries könnten vor dem Wochenende Gewinne mitgenommen werden. DAX/MDAX/TECDAX Eine ganze Reihe schwacher Konjunkturdaten aus den USA verhinderte eine Erholung des angeschlagenen Marktes. Im Monat Mai belief sich das Minus im DAX damit auf 6,6 Prozent. Im Tagestief setzte der Leitindex bei 6.208 Stellen genau auf der wichtigen 200-Tageslinie auf. Dass diese gehalten habe wurde positiv gewertet und bildete die Grundlage für die Erholung im späten Geschäft. Deutsche Bank gewannen mit der Hauptversammlung 0,9 Prozent. Dies wurde aber vornehmlich als Erholungsbewegung gedeutet. Zykliker wurden dagegen verkauft. So gaben um BASF 0,7 Prozent nach, Daimler um 1,4 Prozent, BMW um 1,5 Prozent, Siemens um 1,2 Prozent und ThyssenKrupp um 3,9 Prozent. XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 6.269 (XETRA-Schluss: 6.264) Punkte "Wenig Umsatz, noch weniger Kursbewegungen", so hat ein Händler am Abend den nachbörslichen Handel mit deutschen Werten zusammengefasst. Auffälligkeiten habe es bei keinem einzigen Wert gegeben. So hätten auch Munich Re und Volkswagen nicht auf die Meldungen vom Abend reagiert. USA / WALL STREET Schwache Konjunkturdaten standen ermutigenden Signalen zur Schuldenkrise gegenüber. Spanien kann möglicherweise auf IWF-Hilfe bauen. Vom Start an ging es im Fahrwasser schwacher Konjunkturdaten zügig talwärts. Neben der Krise in Europa bremsten vor allem enttäuschende Daten vom US-Arbeitsmarkt. Konjunkturelles Störfeuer lieferte auch der Einkaufsmanagerindex für den Großraum Chicago. Im Mai fiel der Index auf dem tiefsten Stand seit September 2009. Das düstere Konjunkturbild wurde von den aktuellen BIP-Daten untermauert. Für eine deutliche Erholung der Aktienkurse sorgten dann Meldungen zu Spanien. Der IWF könnte dem Staat laut Kreisen bei der Bankenrettung unter die Arme greifen. Dies bremste die Talfahrt beim Euro aber nur moderat. Die Gemeinschaftswährung fiel auf ein neues Zweijahrestief bei 1,2337 Dollar. Am Aktienmarkt verloren Caterpillar 2,8 Prozent. Der "sichere Hafen" der US-Anleihen war weiter gefragt, die Rendite zehnjähriger US-Anleihen fiel erneut auf Allzeittief (1,531 Prozent). Die Aktie sei technisch angeschlagen, hieß es. Bank of America profitierten von den IWF-Meldungen und gewannen 2,1 Prozent. Außerhalb des Dow verloren TiVo 4,7 Prozent. Das Technologieunternehmen kündigte für das zweite Quartal einen Nettoverlust oberhalb der Marktbefürchtungen an. Ciena schnellten um 14,1 Prozent empor. Der Netzwerkspezialist schnitt im zweiten Quartal besser als prognostiziert ab. Joy Global fielen um 5,4 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose gesenkt hatte. +++++ DEVISENMARKT +++++ Der Euro setzt seine Schwächephase fort und hat im asiatischen Handel bei 1,2324 Dollar erneut ein Zweijahrestief markiert. "Es gibt derzeit keinerlei Anzeichen dafür, dass der Druck auf den Euro kurzfristig nachlassen könnte", so ein Teilnehmer. Der Dollar profitiere weiter von der erhöhten Risikoaversion der Anleger. Entscheidend sei der US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag. Sollte dieser enttäuschen, dann dürften sich die Spekulationen um weitere Anleihekäufe durch die US-Notenbank wieder verstärken. DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 17.50 Uhr EUR/USD 1,2356 -0,0% 1,2361 1,2357 EUR/JPY 96,9498 +0,1% 96,8709 96,6511 EUR/CHF 1,2010 -0,0% 1,2012 1,2010 USD/JPY 78,4650 +0,1% 78,3800 78,2400 GBP/USD 1,5376 -0,2% 1,5405 1,5391

+++++ ROHSTOFFE +++++ ÖL Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 86,50 86,53 -0,03 -0,03 Brent/ICE 101,85 101,87 -0,02 -0,02

Der Ölpreis gab weiter nach, die Verluste summierten sich im Mai auf 17 Prozent. Seit den Preisspitzen im Februar sind die Notierungen um über 20 Prozent eingebrochen. Neben der fundamentalen Lage belasteten am Berichtstag auch deutlich stärker als erwartet gestiegene US-Lagerbestände. Zum Settlement verbilligte sich der Juli-Kontrakt auf ein Barrel WTI um 1,5 Prozent oder 1,29 Dollar auf 86,53 Dollar. Der Julikontrakt für ein Fass Brent ermäßigte sich um 1,5 Prozent bzw 1,60 Dollar auf 101,87 Dollar. (MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires June 01, 2012 01:31 ET (05:31 GMT) Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

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