03.08.2012 - 18:46 Uhr

LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Zudem stützen positive Vorgaben von den europäischen Börsen

DJ LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte === +++++ MÄRKTE AKTUELL (18.15 Uhr) +++++ INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 2.372,58 +4,83% Stoxx-50 2.529,01 +2,28% DAX 6.865,66 +3,93% FTSE 5.787,28 +2,21% CAC 3.374,19 +4,38% DJIA 13.121,64 +1,89% S&P-500 1.392,81 +2,04% Nasdaq-Comp. 2.971,44 +2,12% Nasdaq-100 2.679,10 +2,04% Nikkei-225 8.555,11 -1,13% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 142,94 -191

+++++ FINANZMARKT USA +++++ Überraschend gute Daten vom US-Arbeitsmarkt und dem Dienstleistungssektor treiben die US-Aktienmärkte am Freitag auf die höchsten Stände seit drei Monaten. Zudem stützen positive Vorgaben von den europäischen Börsen. Sichere Investments wie US-Staatsanleihen sind in diesem Umfeld nicht gefragt. Im Zuge deutlich fallender Kurse der US-Bonds steigt die Rendite zehnjähriger Treasurys um zehn Basispunkte auf 1,58 Prozent. In den USA kommen dazu überzeugende Quartalsberichte bedeutender Unternehmen wie Procter & Gamble oder Kraft Foods. Beide haben mit ihren Ergebnissen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Procter & Gamble hat zwar einen eher pessimistischen Ausblick auf das laufende Quartal gegeben, dafür aber einen Aktienrückkauf im Volumen von vier Milliarden Dollar angekündigt. Das lässt den Kurs um 3,4 Prozent zulegen. Kraft Foods gewinnen 4,2 Prozent. LinkedIn verteuern sich um gut elf Prozent. Sie profitieren davon, dass sich das soziale Netzwerk für das laufende Jahr höhere Ertragsziele gesetzt hat. Der Gewinn im zweiten Quartal deckte sich mit den Analystenschätzungen, während der Umsatz darüber lag. Knight Capital Group erholen sich nach dem massiven Kurssturz der vergangenen beiden Tage, der sie drei Viertel ihres Wertes gekostet hat. Jetzt geht es um 33 Prozent aufwärts. Auf den Broker kommen wegen technischer Probleme im eigenen elektronischen Handelssystem wohl Verluste von 440 Millionen Dollar zu. Analysten befürchten, dass er auch wegen des verlorenen Vertrauens bei Kunden vor dem Bankrott steht. +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++ In Brasilien veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen: 23:00 BR/Petrobras Petroleo Brasileiro SA, Ergebnis 2Q +++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++ Am Markt setzte sich die Überzeugung durch, dass die Enttäuschung am Donnerstag über das Ausbleiben konkreter EZB-Maßnahmen gegen die Schuldenkrise übertrieben war. Dazu kamen gute Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA. Gerüchte, dass Spanien möglicherweise noch am Freitag Hilfe aus dem EU-Rettungsfonds beantragen könnte, ließen die Renditen spanischer und italienischer Staatsanleihen sinken und den Euro die Marke von 1,23 Dollar zurückerobern. Gesucht waren vor allem die am Donnerstag gebeutelten Finanzwerte, die zusätzlich von guten Geschäftszahlen aus dem Sektor profitierten. Allianz legten um 5,7 Prozent zu, nachdem der Quartalsausweis überzeugt hatte. Intesa Sanpaolo verbesserten sich ebenfalls nach Vorlage guter Zahlen um 12,6 Prozent. Die Zahlen von UniCredit waren zwar nur mäßig ausgefallen, doch wurden die Aktien von der guten Stimmung im Sektor um 8,4 Prozent nach oben gerissen. Siemens (+6,2 Prozent) profitierten vom geplanten Aktienrückkauf des Unternehmens. +++++ DEVISEN +++++ DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.35 Uhr Do, 18.00 Uhr EUR/USD 1,2381 1,53% 1,2194 1,2151 EUR/JPY 97,3077 1,97% 95,4320 95,0225 EUR/CHF 1,2014 -0,02% 1,2015 1,2012 USD/JPY 78,5800 0,42% 78,2515 78,2450 GBP/USD 1,5631 0,69% 1,5523 1,5500

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++ Die asiatischen Finanzmärkte haben sich am Freitag dem Sog negativer Vorgaben aus Europa und Deutschland nicht entziehen können. Auch dort schickte die Enttäuschung über ausgebliebene konkrete Maßnahmen der EZB die Aktienkurse auf Talfahrt. Die Anleger flüchteten in vermeintlich sichere Anlagen wie den US-Dollar und den Yen. "Die Latte war hoch gelegt und die EZB ist deutlich darunter hindurch gesprungen", kommentierte Volkswirt Ken Wattret von BNP Paribas. Marktstratege Linus Yip von First Shanghai Securities ergänzte, "wir warten auf mehr Maßnahmen seitens der Politik. Es muss etwas getan werden, die konjunkturelle Lage ist schlecht, aber Deutschland kooperiert nicht". In Schanghai sorgte die Senkung einiger Gebühren im Aktienhandel durch die Finanzaufsicht des Landes für Kaufinteresse. Aber auch Hoffnungen auf konjunkturstützende Maßnahmen Pekings wurden von Marktteilnehmern angeführt. An den Börsen standen vor allem zyklische Aktien unter Druck, außerdem Papiere von exportlastigen Unternehmen. Einen Kurseinbruch um fast 28 Prozent und damit den niedrigsten Stand seit fast 40 Jahren verzeichnete die Sharp-Aktie. Das Technologieunternehmen, das immer noch unter dem größten Verlust seiner Geschichte leidet, hatte am Vortag nach Börsenschluss mitgeteilt, dass der erwartete Verlust im laufenden Geschäftsjahr deutlich höher ausfallen wird als bislang erwartet. +++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR Allianz könnte Verkauf von Automatenbestücker Selecta stoppen Die Allianz tritt beim Verkauf des Schweizer Automatenbestückers Selecta auf die Bremse. Ob der DAX-Konzern seine Tochter verkaufe, sei noch nicht entschieden. "Wenn wir den gewünschten Preis nicht bekommen, verkaufen wir nicht", sagte Finanzvorstand Oliver Baete. Boeing punktet erneut in Asien Beim US-Flugzeugbauer Boeing boomt das Asiengeschäft. Die chinesische Fluggesellschaft Xiamen Airlines ordert Flugzeuge mit einem Listenpreis von 3,4 Milliarden Dollar. Intesa-Gewinn fällt nicht so stark wie befürchtet Die italienische Bank Intesa Sanpaolo hat im zweiten Quartal deutlich weniger verdient. Dabei fiel der Gewinneinbruch aber nicht so schlimm wie befürchtet aus. Japan Airlines geht Mitte September an die Börse Die vormals insolvente Japan Airlines (JAL) ist kurz davor, ihren umfangreichen Restrukturierungsprozess abzuschließen. Es fehlt nur noch der Gang aufs Börsenparkett. Dafür hat die Börse Tokio nun die Genehmigung erteilt. Procter & Gamble profitiert von Verkauf seiner Snacksparte Gestützt durch den Verkauf seiner Pringles-Snacksparte hat der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble seinen Gewinn im vierten Geschäftsquartal kräftig gesteigert. Der Umsatz ging belastet durch den starken US-Dollar allerdings leicht zurück. UniCredit-Gewinn bricht um zwei Drittel ein Die italienische Bank UniCredit leidet unter der schwierigen Lage der Wirtschaft in ihrem Heimatland. Drastisch höhere Rückstellung für ausfallgefährdete Kredite ließen den Nettogewinn im zweiten Quartal um zwei Drittel einbrechen. HypoVereinsbank warnt vor schwieriger zweiter Jahreshälfte Die HypoVereinsbank kann sich dem schwierigen Marktumfeld nicht entziehen. Das Vorsteuerergebnis der UniCredit-Tochter sank um fast ein Fünftel auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Gleichzeitig warnte der Vorstand vor einer schwierigen zweiten Jahreshälfte. === DJG/cln (END) Dow Jones Newswires August 03, 2012 12:15 ET (16:15 GMT) Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

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