25.05.2012 - 14:41 Uhr

Kuka nach Zuwächsen im Quartal optimistischer fürs Gesamtjahr

Die Auftragseingänge legten um mehr als die Hälfte auf 602,6 Millionen Euro zu

DJ UPDATE: Kuka nach Zuwächsen im Quartal optimistischer fürs Gesamtjahr Kuka rechnet mit höherer Marge Auftragseingänge im ersten Quartal erreichen neuen Rekordwert (NEU: weitere Details) Von Ursula Quass DOW JONES NEWSWIRES FRANKFURT (Dow Jones) Beflügelt von einem guten Start ins neue Jahr hat der Roboter- und Anlagenbauer Kuka seine Prognose für 2012 leicht angehoben. "Kuka ist hervorragend in das laufende Geschäftsjahr gestartet", sagte Vorstandschef Till Reuter. "Die Erfolge im operativen Geschäft und die Gesamtheit der eingeleiteten strategischen Maßnahmen lassen für 2012 eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung erwarten." Reuter versprach: "Wir arbeiten hart daran, den außergewöhnlichen Schwung im ersten Quartal in das weitere Jahr mitzunehmen. Kuka geht dabei davon aus, bei unveränderten Rahmenbedingungen 2012 einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro zu erreichen. Die EBIT-Marge soll 5,5 bis 6 Prozent betragen. Bislang wollten die Augsburger ein Umsatzvolumen mindestens auf dem Niveau des Vorjahres erreichen, also mindestens 1,44 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge sollte mehr als 5,5 Prozent betragen. Im ersten Quartal hat Kuka mit 6,0 Prozent bereits den oberen Wert des neuen Zielbereichs erreicht. Die Auftragseingänge legten in den ersten drei Monaten um mehr als die Hälfte auf 602,6 Millionen Euro zu. Das ist Angaben des Konzerns zufolge der höchste Wert, der je in einem ersten Quartal erzielt wurde. Die Umsatzerlöse wuchsen um 12,5 Prozent auf 367,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte fast um die Hälfte auf 21,9 Millionen Euro zu. Unter dem Strich bleiben dem MDAX-Konzern 10,8 Millionen Euro. Das ist doppelt so viel wie im Vorquartal. Kuka übertraf damit die Markterwartungen deutlich. Von Dow Jones befragte Analysten hatten einen Auftragseingang von 425 Millionen Euro vorhergesagt. Beim Umsatz rechneten sie mit 353 Millionen Euro, beim EBIT mit 18 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern und Dritten schätzten sie mit 9,4 Millionen Euro. Wie stark der Augsburger MDAX-Konzern von der anhaltenden Nachfrage nach Investitionsgütern in der roboterbasierten Automation profitiert, zeigt sich auch am Auftragsbestand. Dieser betrug zum Stichtag 31. März insgesamt 981,2 Millionen Euro und näherte sich damit der Milliarden-Schwelle. "Ganz hervorragend", lobte denn auch Lampe-Bank-Analyst Gordon Schönell den Auftragseingang. Die Orders lägen rund 40 Prozent über der Markterwartung und ließen den Anlagenbauer angesichts der damit verbundenen Auslastung wohl schon jetzt beruhigt in Richtung 2013 blicken. Getrieben von der Automobilindustrie sei die Entwicklung in den beiden Geschäftsbereichen Systems und Robotics gleich gut gewesen, in letzterer Sparte sei noch dazu erstmals die Zielmarge von 10 Prozent übertroffen worden. Schönell stuft die Kuka-Aktien mit "Kaufen" ein, als Kursziel sieht er 19 Euro. Kuka profitiert davon, dass vor allem die Automobilindustrie unvermindert in neue Kapazitäten in den sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) sowie in bestehende Werke in Europa und in den USA investiert. Auch die Kunden in der "General Industry", also in Branchen außerhalb der Automobilindustrie, setzen verstärkt auf die Vorteile der roboterbasierten Automation zur Steigerung der Produktqualität auf der einen und Kostenreduktion auf der anderen Seite. Zur Dividende für 2012 äußerte sich das Unternehmen noch nicht. Trotz des Gewinnsprungs im vergangenen Jahr waren die Aktionäre 2011 leer ausgegangen - das vierte Jahr in Folge. Dabei hatte Reuter noch im November erklärt, das Unternehmen sei nach überstandener prekärer Finanzsituation grundsätzlich wieder soweit. Reuter hatte damals allerdings angedeutet, dass es erst 2013 wieder eine Auszahlung geben könnte. Dabei hatte Kuka schon 2011 das erfolgreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte. Vor allem die Kunden aus der Autoindustrie hatten dem Unternehmen viel Freude bereitet: Der Umsatz hatte um gut ein Drittel auf knapp 1,44 Milliarden Euro zugelegt. Das operative Ergebnis hatte sich auf knapp 73 Millionen Euro fast verdreifacht. Unterm Strich hatte Kuka mit rund 30 Millionen Euro erstmals seit 2008 wieder Geld verdient. - Von Ursula Quass, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 110, ursula.quass@dowjones.com DJG/uqu/jhe

(END) Dow Jones Newswires May 09, 2012 02:50 ET (06:50 GMT) Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

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